Eine Umfrage unter 101 Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitenden zeigt, dass bei 71 Prozent höchstens ein Viertel der intern als „KI-Agent“ bezeichneten Werkzeuge tatsächlich mehrstufige, orchestrierte Abläufe sind (laut VentureBeat, 2026). Der Rest ist meist ein einzelner Prompt mit einer Chat-Oberfläche, dem nur der Name „Agent“ übergestülpt wurde.

Was unterscheidet einen echten KI-Agenten von einem Chatbot mit Extraschritt?

Ein Chatbot beantwortet eine Eingabe mit einer Antwort. Ein echter KI-Agent übernimmt eine Aufgabe über mehrere Schritte hinweg selbstständig: Daten aus einem System abrufen, sie prüfen, in einem zweiten System weiterverarbeiten, das Ergebnis dokumentieren, bei Unklarheit nachfragen. Genau diese mehrstufige Ausführung fehlt laut der Umfrage bei der überwiegenden Mehrheit der Unternehmen, die glauben, bereits „Agenten“ im Einsatz zu haben.

Wie investieren Unternehmen aktuell, obwohl die meisten Agenten keine echten sind?

Beim Budget für Werkzeuge rund um Agenten fließt der größte Anteil, 34 Prozent, in Software für Workflow-Orchestrierung, ein Viertel in Sicherheit und Berechtigungen (laut VentureBeat, 2026). Gleichzeitig gibt mehr als ein Viertel der Befragten, 27 Prozent, an, keine Möglichkeit zu haben, einen fehlerhaft laufenden Agenten in Echtzeit zu stoppen, bevor er Kosten oder Schaden verursacht.

  • Ein „Agent“, der nur auf einen Prompt antwortet, statt mehrere Schritte auszuführen
  • Kein Echtzeit-Zugriff, um einen fehlerhaften Ablauf sofort zu stoppen
  • Erfolg wird an falschen Kennzahlen gemessen, etwa an Nutzung statt an fertigen Ergebnissen

Warum setzen Unternehmen für echte Orchestrierung häufig auf Claude?

Bei den Unternehmen, die tatsächlich mehrstufige Abläufe betreiben, ist Claude von Anthropic mit 40 Prozent die am häufigsten genutzte Basis (laut VentureBeat, 2026). Als Grund nennt die Umfrage vor allem, dass Unternehmen ihre Orchestrierungs-Werkzeuge an dem Basismodell ausrichten, dem sie ohnehin am meisten vertrauen.

Für die eigene Positionierung ist der wichtigste Befund ein anderer: Zwischen einem Chatbot mit Etikett „Agent“ und einem tatsächlich funktionierenden, mehrstufigen Ablauf liegt ein großer Unterschied, und genau der entscheidet darüber, ob am Ende wirklich Arbeit wegfällt.

Wie erkennt man im eigenen Betrieb den Unterschied?

Ein guter Test ist die Frage, ob ein System eine Aufgabe von Anfang bis Ende ohne manuellen Zwischenschritt durchläuft, etwa vom Posteingang einer Rechnung bis zur geprüften Buchung. Läuft dazwischen noch jemand mit Copy-Paste zwischen zwei Programmen hin und her, handelt es sich um einen Chatbot mit Assistenzfunktion, keinen Agenten.

Eine KI-Belegschaft, aufgebaut über das AI Backbone System, ist genau auf diesen Unterschied ausgelegt: jeder KI-Mitarbeiter übernimmt eine klar abgegrenzte, wiederkehrende Aufgabe komplett, mit den Kontrollpunkten, die laut der Umfrage vielen aktuellen Lösungen fehlen.